Der letzte Kampf des Tigers

von Werner J. Egli



Zusammenfassung:

Mitten in Sibirien, nahe einem kleinen Dorf, wird ein Mann von einem Tiger getötet.
Dieser Mann war Yuris Vater und er war ausgezogen, um den Tiger zu erlegen und mit dem Tier eine Menge Geld zu machen, um seine Familie zu ernähren.
Nun schwor Yuri Rache und machte sich mit Wladimir auf den Weg um den Tiger zu töten, aber während der Reise wurde vieles anders.
Eine bewegende Geschichte, in der einem die Augen geöffnet werden.



Bewertung:

Gesamtbewertung:


Cover (Ueberreuter, Juli 2005, gebundene Ausgabe):
Das Cover ist sehr eindrucksvoll. Das Taigabild ist sehr passend und der Tiger wirkt königlich.
Es sieht so aus, wie wenn der Tiger um sein Leben rennen würde, was sehr gut zum Titel passt.


Titel:
Der Titel passt sehr gut zum Buchinhalt und zu der momentanen Situation.
Man kann sich sofort denken, um was es geht, wahrscheinlich um eine wahre Geschichte.
Trotzdem waren wir sehr neugierig, wie der Kampf wohl verläuft.


Klappentext:
Der Text erzählt schon ziemlich viel über den Inhalt. Die Beweggründe der Hauptperson werden schon aufgezeigt.
Doch der letzte Satz baut noch Spannung auf und es ist einem nicht mehr so klar, wie es wohl ausgehen wird.


Anfang:
Die Geschichte fängt schon mal sehr tragisch an.
Sie ist in der Ich-Form geschrieben, so dass man sich eigentlich sehr gut hineinversetzen kann.
Die Hauptperson Yuri zeigt am Anfang sehr wenige Gefühle.
Gleich am Anfang bekommt man einen guten Einblick in das Leben im Dorf und die Familienverhältnisse.


Inhalt:
Das Buch handelt um ein reales und wichtiges Thema.
In der Geschichte werden beide Seiten angesprochen: die Umweltschützer, die sehen, wie schlecht es den Wildjägern geht und die Jäger, denen gezeigt wird, wie großartig und stolz der Tiger ist.
Man erfährt ziemlich viel über Tiger und deren Lebensart. Der Autor scheint sich mit dem Thema intensiv beschäftigt zu haben.


Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr detailgetreu und ein guter Mix aus einer bewegenden Geschichte und einem sachlichen Text.
Die Kapitel sind kurz gehalten und so ist das Buch leicht zu Lesen.
Eigentlich sind die Kapitelüberschriften gut gewählt, nur die letzte verrät uns eindeutig zu viel.


Personen:
Yuri, die Hauptperson, zeigt am Anfang sehr wenig Gefühle und ist nur von seiner Rache geleitet. Im Laufe des Buches bekommt er aber mehr Tiefgang.
Wladimir ist sehr geheimnisvoll und schwer durchschaubar. Er stellt eine Mischung zwischen Jäger und Tierschützer dar. Man weiß von Anfang an, dass er Yuri nur auf seiner Reise begleitet, um ihm den Respekt vor dem Tiger zu lehren.
Lena, die Freundin von Yuri, spielt eigentlich keine besonders große Rolle. Sie ist sehr sensibel und ist die sogenannten „Stimme der Vernunft“.


Orte:
Das Buch spielt in Sibirien, in den Taigawäldern.
Das Heimatdorf wird nur sehr grob beschrieben, man kann es sich aber trotzdem vorstellen.
Die Wildnis wird um einiges besser beschrieben. Man kann sich die Wälder und Landschaften sehr gut und eindrucksvoll vorstellen. Doch es wird nie übertrieben.


Ende:
Das Ende ist sehr spannend, ergreifend und man trauert.
Yuri’s Familie schöpft etwas Hoffnung und auch für die Tiger besteht vielleicht ein bisschen mehr Hoffnung.