Der Traum des Tigers

von David Almond



Zusammenfassung:

Joe Maloney ist 13 Jahre alt und anders als die anderen in seinem Alter.
Also er zum ersten Mal von dem Tiger träumt, kommt ein Zirkus in die kleine Stadt.
Die Leute des Zirkus sind die ersten, die ihn und seine Welt verstehen. Die Trapezkünstlerin Corinna ist ihm am meisten verbunden.
Er hat eine Aufgabe zu erfüllen: den Tiger, dessen Geist dem Zirkus jahrelang Kraft und Energie gegeben hat, freizulassen.
Hat er den Mut dazu oder verliert er sich zu sehr in seiner Fantasie?



Bewertung:

Gesamtbewertung:


Cover (Ravensburger Buchverlag, 2003, gebundene Ausgabe):
Es ist sehr auffällig durch die Aufteilung von Tiger und Mensch.
Dabei wird deutlich, dass es in dem Buch um die Verbindung zwischen einem Tiger und einem Jungen geht.
Beides ist gezeichnet, wobei das Bild des Jungen detaillierter ist. Vielleicht soll hier bereits darauf hingedeutet werden, dass der Tiger nur in Joes Fantasy existiert.
Wobei der Tiger mehr ins Auge sticht, durch seine auffälligen Farben, der Junge wird eher in einem blassen Blau gezeigt und sieht sehr ernst drein.


Titel:
Der Titel ist schlicht, aber passend. Er erzählt nicht viel vom Inhalt, was es aber geheimnisvoll macht.
Wobei man sich bei dem Titel die Frage stellen kann, ob es jetzt von einem Jungen handelt, der von einem Tiger träumt oder von einem träumenden Tiger.


Klappentext:
Im Klappentext erfährt man bereits sehr viel über Joe Maloney. Und dennoch macht er neugierig, was mit Joe ist und ob er sich in dieser Welt zurechtfinden wird.

Prolog:
Es beginnt mit der ersten Begegnung zwischen Joe und dem Tiger.
Es geht also sofort spannend los und Joes Sicht ist sehr eindrucksvoll.
Allerdings ist alles nur ein Traum, was man auch als Leser weiß. Es wirkt jedoch noch alles sehr mysteriös, aber man bekommt schon einen ersten Einblick in die Fantasywelt des Jungen. Neugierig macht die unbekannte Person, die den Tiger wieder zurückholt.


Anfang:
Man merkt sofort, dass Joe anders ist. Er besitzt einfach viel mehr Fantasy, als die anderen Kinder.
Seine Vorstellungen werden gut beschrieben, was es einfacher macht sich darin hineinzuversetzen.
Der Autor bringt einen sofort mitten in die Geschichte hinein. Man fühlt beinahe schon die enge Beziehung zwischen Mutter und Sohn.


Inhalt:
Das Buch handelt von einer Welt voller Fantasy, die geheimnisvoll, spannend und ergreifend ist.
Außerdem handelt das Buch auch von Verständnis, Unverständnis, Liebe aber auch Hass.
Genau genommen ist es ein Buch der Gegensätze. Zu einem ist da die Sichtweise von Joe und den Zirkusleuten und im extremen Gegenzug die Sichtweise aller anderen.


Schreibstil:
Die Sätze sind relativ einfach gestrickt, was jetzt aber nicht heißen soll, dass es ein schlechtes Buch ist. Im Gegenteil, es wird alles sehr detailliert beschrieben.
Der etwas eigene Schreibstil passt hervorragend zu den Umständen des Buches und man kann sich auch überall sehr gut hineinversetzten.
Die Kapitel sind sehr kurz und da es packend geschrieben ist, geht es eigentlich in einem Zug. Ungewöhnlich ist vielleicht noch, dass es zwei Kapitelüberschriften gibt.
Zu einem die Wochentage und danach eine normale Nummerierung. Somit eignet sich das Buch für Leute, die wenig und für Leute, die viel lesen, da sie es sich leicht einteilen können.


Personen:
Joe Maloney ist ein, aus normaler Sicht, etwas merkwürdiger und manchmal auch etwas einfältiger Junge. Aber ein von Herzen lieber und netter Junge, der wie viele andere auch in seinem Alter die Welt nicht mehr versteht. Obwohl er weiß, dass er erwachsen werden muss und dies vor allem für seine Mutter werden will, gelingt es ihm einfach nicht.
Seine Mutter ist seine große Stütze und Bezugsperson. Denn sie liebt ihren Sohn über alles und bringt auch viel Verständnis für seine Fantasy auf. Allerdings ist sie als alleinerziehende Mutter auch überfordert, da ihr Joe öfter Schwierigkeiten macht.
Corinna schließt man sofort ins Herz, sie nimmt sich Joe an und wird seine Freundin.
Die Zirkusleute, so nett sie auch sind, sind alle etwas eigen.


Orte:
Helmouth ist ein kleines Dorf, wo jeder jeden kennt, der Alltag ist immer gleich. Ungefähr so kann man sich das Heimatdorf von Joe Maloney vorstellen.
Der Rest ist eigentlich nicht besonders groß beschrieben worden. Aber den Ländern hinter dem Dorf wurde weit mehr Beachtung geschenkt.


Ende:
Ein sehr harmonisches Ende. Zwar geht etwas Schönes zu Ende, aber niemand trauert darum, sondern blickt mit Hoffnung in die Zukunft.
Joe hat sich sehr gewandelt und ist im Laufe des Buchs gewachsen.