von Stephenie Meyer Zusammenfassung: Irgendwann in der Zukunft. Der Planet Erde ist von den Seelen übernommen worden, die sich in Menschen einnisten und deren Körper besitzen. Wenige leisten Widerstand, eine davon ist Melanie. Doch sie wird gefangen und ihr wird die Seele Wanderer eingesetzt. Melanie wehrt sich immer noch und sie und Wanderer teilen sich den Körper. Beide sind hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen und Gedanken. Sie finden noch Menschen, die sich versteckt halten, die aber sehr misstrauisch gegenüber Wanderer sind. Wird sie zeigen können, dass sie nicht eine Seele wie jede andere ist? Bewertung: Gesamtbewertung: ![]() Cover (Carlsen, 2008, gebundene Ausgabe): Im Moment sind sehr viele Cover mit Frauenbildern darauf im Umlauf, womit es zumindest am jetzigen Markt nur eines von vielen ist und aus der Menge nicht heraussticht. Aber wenn man das Buch dann mal in der Hand hält, zieht einen das grüne Auge in seinen Bann, was auch an dem Spezialeffekt in der Pupille liegen kann. Dieser Effekt wird im Buch näher erläutert. Das restliche Gesicht ist verschwommen, womit die gesamte Aufmerksamkeit auf Auge und Schriftzug gelenkt werden, welche sehr gut harmonieren, da beide in grün gehalten sind. Die Schnörkel hinter der Schrift machen das Buch mystischer, allerdings auch weiblicher, womit die Wahrscheinlichkeit, dass ein Junge es lesen wird abnimmt. Titel: Ein einzelnes Wort mit viel Bedeutung. Es macht neugierig, da nicht viele Informationen gegeben werden und es passt auch gut zum Cover da man ja sprichwörtlich sagt: „Die Augen sind die Fenster zur Seele.“ Der Zusatz „Von der Autorin von Bis(s) zum Morgengrauen“ hat gute wie auch schlechte Seiten. Zu einem werden alle Freunde der Biss-Bücher dieses Buch wahrscheinlicher kaufen, andererseits aber wissen alle Fans der Twilight-Saga wie die Autorin heißt, womit es beinahe überflüssig ist. Aber allen, denen die Vampir-Saga nicht gefallen hat, werden das Buch wieder beiseite legen. Klappentext: Es wird der gesamte Inhalt des Buches eigentlich schon hier zusammengefasst, was jegliche Spannung nimmt. Nur zum Schluss wird noch einmal versucht ein Geheimnis offen zu lassen, aber es wurde bis dahin einfach schon zu viel verraten. Zitat: Etwas verwirrend. Der Schreibstil ist nicht wirklich aus der heutigen Zeit und das Buch sollte von der Zukunft handeln. Außerdem ist kein wirklicher Zweck dahinter, man versteht nicht ganz was dieses Zitat nun mit dem Buch zu tun haben soll. Prolog: Wenn man den Klappentext gelesen hat und die Überschrift liest, kann man sich denken, um welche Zusammenführung es sich handelt. Hat man den Klappentext aber nicht gelesen, wird die Sache schon etwas komplizierter. Anfang: Es beginnt mit dem Erwachen der Seele Wanderer. Zusammen mit ihr gewöhnt man sich an das Buch bzw. an die neuen Umstände. Dennoch bleibt vieles offen. Aber man erfährt hier auch schon viel über die zweite Hauptperson, nämlich Melanie. Inhalt: Der Inhalt passt zu den Anfängen des Science Fiction, in denen es hauptsächlich darum ging, das Außerirdische die Welt übernehmen wollen. Die Liebesgeschichte im Buch erinnert doch stark an die Biss-Bücher, was ja auch schön ist für alle die Liebesgeschichten mögen. Stephenie Meyer greift hier ein schwieriges Thema auf. Wie weit darf man in das Leben eines niederen, nicht so intelligenten Wesens eingreifen? Gibt es wirklich nur gut und böse? All das verpackt sie in eine spannende und bewegende Geschichte, allerdings ist das Buch zum Teil etwas langatmig und man hätte es definitiv auch kürzen können. Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin hat sich seit der Biss-Reihe kaum verändert. So neigt sie immer noch zu Wiederholungen bestimmter Wörter, Ausdrücke oder Tatsachen, was durch die dicke des Buchs leichter verziehen werden kann. Alles wird sehr detailliert beschrieben, aber in einfachen Sätzen. Bei den Dialogen zwischen Melanie und Wanda war man sich nicht immer sicher, wer denn nun spricht. ie Überschriften aber waren, wie schon in der Twilight-Saga, immer gut und passend gewählt. Personen: Dieses Buch stützt sich vor allem auf die Gefühle und Gedanken der Personen. Was besonders wichtig ist, da Melanie ja nur auf ihre Gedanken beschränkt ist. Allerdings geht sie etwas unter in dem ganzen Buch und das obwohl sie als eine sehr starke Persönlichkeit bezeichnet wird. Wanderer kommt bei manchen nervig rüber, da sie die Menschen ständig als böse bezeichnet und die Seelen als so übernatürlich gut darstellt. Aber auch wenn man vielleicht nicht alle Personen mag und sich nicht in alle hineinversetzen kann, so ergeben die Handlungen zumindest immer einen nachvollziehbaren Sinn. Orte: Es kommen viele verschiedene Orte vor, vor allem aus Melanies Gedanken, welche immer sehr liebevoll beschrieben werden. Aber auch die Welten die Wanderer schon gesehen hat werden zum Teil beschrieben, sind aber nur schwer vorstellbar. Am intensivsten widmete sich Stephenie Meyer der Beschreibung der Höhle. Manche können sich die Höhle sehr gut vorstellen, andere, die vielleicht noch nie in einer Höhle waren, haben damit ihre Probleme. Ende: Das Ende steckt noch einmal voller Überraschungen und stellt einen guten Kompromiss dar für beide Parteien. Nämlich diejenigen, die Wanda ins Herz geschlossen haben und die, die die Seele nie leiden konnten. Epilog: Im Epilog findet man noch einmal einen Hoffnungsschimmer, der einen das Buch mit einem Lächeln schließen lässt. |

